GEW sieht gegliedertes Schulsystem kritisch
Beste Bildung für alle, damit der Bildungserfolg der Kinder nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Dieses zentrale Ziel der NRWSPD bekräftigte Landtagskandidat Stefan Zimkeit bei einer Podiumsdiskussion der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Dinslaken. Als wichtigste Ansatzpunkte für mehr Bildungsgerechtigkeit im Land bezeichnete er dabei die Gebührenfreiheit von der Kindertagesstätte bis zum Studium sowie das längere gemeinsame Lernen für alle Kinder. „Wir können es uns nicht länger erlauben“, führte Zimkeit aus, „Kinder im Alter von neun Jahren in Bildungsschubladen einzusortieren aus, denen es keinen Ausweg gibt - es sei denn nach unten.“
Zuvor hatte bereits Alfred Brörmann von der GEW deutlich gemacht, dass das gegliederte Schulsystem in NRW vor allem Kinder aus sozial schwächeren Familien massiv benachteiligt. Die Behauptung, so Brörmann, das gegliederte Schulsystem sei begabungsgerecht müsse grundsätzlich infrage gestellt werden. Im Zuge der offenen Diskussionsrunde mit den Landtagsabgeordneten wurden die Vertreter von CDU und FDP dann auch massiv für ihr Beharren auf dem bestehenden Schulsystem kritisiert. Man dürfe nicht mehr aus ideologischen Gründen die Augen davor verschließen, dass die derzeitige Bildungslandschaft eine große Zahl von Schülerinnen und Schülern vor eklatante Probleme stelle.







