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17.09.2010

Schülerfahrtkosten für G8, Schoko-Ticket für Kollegs

Der NRW-Landtag setzt sich dafür ein, dass Schüler der Weiterbildungskollegs weiterhin das "VRR-Schoko-Ticket" erhalten. "Das ist für das Niederrhein-Kolleg ein gute Nachricht", stellt der SPD-Abgeordnete Stefan Zimkeit fest. "Die vormalige Landesregierung hat die Mittel für die Schülerbeförderung drastisch gekürzt, so dass der VRR seit August den Kolleg-Studierenden das Schoko-Ticket verweigert."

Wolfgang Große Brömer, Schulausschussvorsitzender im Landtag, weist darauf hin, dass der Zweite Bildungsweg für viele junge Menschen eine ganz wichtige Chance sei. "Sie sind verständlich empört, dass ihnen so plötzlich der Zugang zu der ermäßigten Schüler-Monatskarte verwehrt wird", sagte er. Kein Verständnis haben Große Brömer und Zimkeit dafür, dass CDU und FDP dem von der Koalition vorgelegten Antrag nicht zugestimmt haben. "Leider scheinen diese Parteien eine andere Vorstellung von Bildungsgerechtigkeit zu haben." Wolfgang Große Brömer wundert sich über die Widersprüche bei der FDP: "In der Ratssitzung im Juli hat sich die Oberhausener FDP nachdrücklich dafür eingesetzt, dass die NRW-Regierung für die Wiedereinführung des 'Schoko-Tickets' sorgt."

Gleichzeitig hat der Landtag auf Antrag von SPD und Grünen beschlossen, dass die Klasse 10 an den Gymnasien bei der Erstattung der Fahrtkosten gleich behandelt werden sollen. "Die G8-Schüler, die jetzt in die gymnasiale Oberstufe gekommen sind, bekommen erst ab fünf Kilometer Schulweg die Fahrtkosten erstattet", erläutert Stefan Zimkeit. "Alle anderen Zehnklässer erhalten diese Erstattung bereits ab 3,5 Kilometer. Das ist absurd", stellt der SPD-Politiker fest. "Die alte Landesregierung hat es verschlafen, die Rechtslage an das verkürzte Gymnasium anzupassen."
 

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