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23.11.2011

Bildung statt Herdprämie

Enttäuscht zeigt sich der SPD-Abgeordnete Stefan Zimkeit über die Äußerungen der Vorsitzenden der Frauenunion Oberhausen, Barbara Oesterbeck, zum so genannten Betreuungsgeld. Während die CDU-Frauen auf Bundesebene gegen die Einführung der Herdprämie kämpfen, unterstütze die Oberhausener Frauenunion den Versuch der CSU, deren traditionelles Frauen- und Familienbild zu konservieren, sagt Zimkeit. Im Gegensatz zu Oesterbeck fordert er, die für das Betreuungsgeld vorgesehenen zwei Milliarden Euro in den Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren zu investieren. "Auch in Oberhausen werden dringend zusätzliche Mittel gebraucht, um die steigende Nachfrage nach Krippenplätze erfüllen zu können", erläutert Stefan Zimkeit.

"Die Herdprämie der Bundesregierung ist eine bildungspolitische Katastrophe." Aus Sicht des Mitgliedes im Landtagsausschuss für Familien und Kinder sind Kitas wichtige Einrichtungen für die Förderung und Bildung der Kleinsten. Eltern finanziell dafür zu belohnen, ihren Kindern den Besuch von Bildungseinrichtungen vorzuenthalten, sei "bildungs- und integrationspolitischer Irrsinn", betont Zimkeit. Während die rot-grüne Landesregierung mit dem Krippenausbau und der Beitragsbefreiung für das letzte Kindergartenjahr erhebliche Mittel investiere, um den Besuch von Kitas zu unterstützen, wolle die Bundesregierung "Milliardensummen für eine Fernhalteprämie verschleudern".

Stefan Zimkeit möchte erreichen, dass Kinder frühzeitig gefördert werden, um ihre Bildungschancen zu verbessern. Der Landtagsabgeordnete appellierte an die Oberhausener CDU, sich dafür einzusetzen, dass die Bundesmittel in den Ausbau und die qualitative Verbesserung von Kindertageseinrichtungen und damit "in die Zukunftschancen unserer Kinder investiert werden". Dies sei gerade für Oberhausen von großer Bedeutung. "Unser Ziel ist es", so Zimkeit, "dass kein Kind mehr zurück bleibt".
 

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