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16.12.2011

Bündnis "Länger gemeinsam Lernen" befürwortet Sekundarschule

"Wir wollen den Schulkonsens auch in das Rathaus tragen", dieses Fazit zog das Oberhausener Bündnis "Länger gemeinsam Lernen" auf einer Veranstaltung mit Eltern, Lehrkräften und Politik zur Sekundarschule. Aus Sicht des Bündnisses, dem unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen wie Gewerkschaften, Kirchen und Parteien angehören, wäre die Einführung einer Sekundarschule eine große Chance für die Bildungslandschaft der Stadt. "Längeres gemeinsames Lernen in einer Sekundarschule verbessert die Chancen unserer Kinder", sagte Regina Trampnau, Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), für das Bündnis.
Zuvor hatte Wolfgang Große Brömer als Vorsitzender des Schulausschusses des Landtages die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Einführung einer Sekundarschule erläutert. Er betonte dabei, dass durch den Schulkonsens auf Landesebene, den SPD, Grüne und CDU auf den Weg gebracht haben, die Gestaltungsmöglichkeiten der Schullandschaft für die Städte erheblich erweitert wurden. Der ehemalige Schulrat der Stadt Oberhausen, Helmut Weinreich, berichtete als Dinslakener Ratsmitglied über die Erfahrungen in der Nachbarstadt bei der Gründung einer Sekundarschule. Er betonte dabei die Wichtigkeit eines breiten politischen Konsenses für eine solche Gründung: "Es ist von entscheidender Bedeutung, einen Schulkrieg zu vermeiden."
Wolfgang Große Brömer wies darauf hin, dass es in Duisburg eine gemeinsame Initiative fast aller Ratsfraktionen gäbe, die Real- und Hauptschulen der Stadt in Sekundarschulen umzuwandeln. In der Diskussion forderte Karl van den Mond, stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), einen solchen Konsens auch in Oberhausen anzugehen.
Die anwesenden Vertreter der Ratsfraktionen SPD, CDU, Grüne und FDP befürworteten Gespräche zur Gründung einer Sekundarschule. Hans Josef Tscharke (CDU) äußerte die Bereitschaft der CDU, über eine mittelfristige Lösung nach Vorbild des Duisburger Modells zu diskutieren.
"Wir werden zu einer Veranstaltung einladen in der wir die Grundzüge eines pädagogischen Konzeptes mit Eltern, Lehrkräften Schulleitungen und allen Interessierten diskutieren werden", kündigte der Landtagsabgeordnete Stefan Zimkeit als Mitglied der Koordinationsgruppe des Bündnisses an. Dabei solle deutlich werden, dass durch längeres gemeinsames Lernen in einer Sekundarschule mehr Chancengleichheit für die Kinder in Oberhausen erreicht werden kann.
 

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